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GRUNDLAGEN DER RADIOAKTIVITÄT
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Unter Radioaktivität versteht man den selbständigen und nicht von außen beeinflussbaren Zerfall von Atomkernen unter Aussendung von Strahlen. Es gibt zwei Arten von Radioaktivität:
Leitet man die beim natürlichen radioaktiven Zerfall von Uran auftretende Strahlung durch ein magnetisches Feld, so wird der Strahl in drei Komponenten (Alpha-, Beta-, Gammastrahl) aufgespaltet. Es gibt mehrere Arten der Strahlung; die wichtigsten davon sind:
: Sie besteht aus zweifach positiv geladenen Heliumkernen. Ihre Reichweite beträgt in der Luft 5-7 cm. Bei der Wechselwirkung mit anderen Atomen spalten sie von diesen Elektronen ab und es entstehen positive Ionen. Abschirmung erfolgt z.B. schon durch ein Blatt Papier. |
: Besteht aus Elektronen, die bei der Umwandlung von Neutronen in Protonen und Elektronen und weitere Elementarteilchen im Kern entstehen. Die Reichweite in der Luft beträgt einige Meter. Die Strahlen sind energiereich und werden beim Durchgang durch ein Magnetfeld im Vergleich zu a - Teilchen in die entgegengesetzte Richtung abgelenkt. Die Abschirmung erfolgt durch dünnes Aluminiumblech. |
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Die verschiedenen Strahlungsarten haben auch verschiedene Quellen:
a - Quellen:
b - Quellen:
g - Quellen:
Da die Gamma- Strahlen sich von der Materie nicht so leicht abschirmen lassen, muss das
Hüllenmaterial wesentlich stärker sein. Meist wird dafür Edelstahl verwendet. Quellen
sind zum Beispiel Cobalt 60 und Radium 226.
Neutronenquellen
Ein weiterer wichtiger Begriff ist der des "Zerfallsprozesses". Beim Zerfall gehen instabile Atomkerne in eine stabilere Struktur (d.h. einen tieferen Energiezustand) eines anderen Kerns über. Dabei tritt ein Masseverlust auf, der in Energie umgesetzt wird. Es wird Strahlung ausgesandt. Radioaktiv sind alle massereichen Atome mit einer Kernladungszahl größer als 83 (Bismut). Dabei gibt es analog wieder mehrere Arten des Zerfalls:
a -Zerfall: Beim Zerfall entstehen neue Atomkerne, die 2 Protonen und 2 Neutronen weniger enthalten. Die positiven Heliumkerne, die dabei ausgesandt werden, bezeichnet man als Alpha-Strahlen. Sie sind schwach magnetisch ablenkbar.
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b -Zerfall: Dabei
werden Elektronen aus dem Kern herausgeschleudert; diese Elektronen haben verschiedene
Energien und bilden die Beta- Strahlen. Der daraus entstehende Kern hat ein Proton mehr
als der ursprüngliche. Ein Neutron des Kernes hat sich in ein Proton und
ein Elektron umgewandelt.
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| g -Zerfall: Dabei werden die Nukleonen (Protonen und Neutronen) des Kerns weder umgewandelt noch emittiert; das bedeutet, dass vor und nach der Energieabgabe das gleiche Element vorhanden ist. Der Kern strahlt nur Energie ab. | ![]() |
Neutronenzerfall: freie Neutronen sind instabil und können in ein Proton, ein Elektron und einige andere Elementarteilchen zerfallen.
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Ein weithin bekannter aber nicht immer verstandener Begriff ist der der "physikalischen Halbwertszeit". Halbwertszeit bedeutet: Der radioaktive Zerfall verläuft bei verschiedenen Atomen unterschiedlich schnell. Ein Maß dafür ist T1/2; das ist jene Zeit, nach der jeweils die Hälfte der radioaktiven Atome zerfallen ist. Die Zerfallsprodukte sind meist selbst wieder radioaktiv. Diese "Tochternuklide" zerfallen mit anderen Halbwertszeiten zu neuen Nukliden. |
Die Aktivität radioaktiver Stoffe wird in Becquerel angegeben (benannt nach dem französischen Physiker Henri Becquerel), das die mittlere Anzahl der Zerfälle eines radioaktiven Stoffes in einer Sekunde angibt: 1 Bq = 1 Zerfall pro Sekunde. Eine andere, heute kaum noch gebrauchte Einheit ist das Curie.