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1896 machte der französische Physiker Henri Becquerel (1852 – 1908) die erstaunliche Entdeckung, dass Uranerze unsichtbare Strahlen aussenden, die Photoplatten sogar durch die Verpackung hindurch schwärzen (natürliche Radioaktivität).

Die berühmte Physikerin Marie Curie (1867-1934) nannte diese chemische Veränderung Radioaktivität. Sie isolierte strahlende Elemente wie Polonium und Radium.

Rutherford und Soddy leiteten 1903 aus ihren Untersuchungen die Erkenntnis ab, dass sich Atome bestimmter Elemente unter Aussendung radioaktiver
Strahlen in Atome anderer Elemente umwandeln.

 

Heute nutzen Wissenschaftler aus vielen Disziplinen die Eigenschaften radioaktiver Elemente. Beispiele für solche Anwendungsmöglichkeiten sind:

•) Radiocarbon-Methode zur Altersbestimmung historischer Dokumente und Funde durch Messung der Strahlung von C 14.

•) Iod 131 wird in der Medizin zur Diagnose der Schilddrüsenfunktion verwendet.

•) In der Technik verwendet man radioaktive Nuklide z.B. zur Messung der Dicke von Werkstücken.

•) In der Lebensmitteltechnik dienen radioaktive Strahlen zur Konservierung (in Österreich verboten).

 

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